Ganz persönlich

Nun habe auch ich mich entschlossen, allem von Grund auf sorgfältig nachzugehen, um es für dich, hochverehrter Theophilus, der Reihe nach aufzuschreiben. So kannst du dich von der Zuverlässigkeit der Lehre überzeugen, in der du unterwiesen wurdest. (Lk 1,3-4)

Das Wort Gottes ist keine Massendrucksache an irgendwen, es ist ein ganz persönliches Wort: „für dich, hochverehrter Theophilus“ – Also ein ganz konkreter Adressat, für den sich Lukas die Mühe macht, das Leben Jesu aufzuschreiben und darüber zu berichten.
Wenn wir diese Stelle im Evangelium lesen, dann wissen wir zu einem, dass hier kein Phantast eine ersonnene Geschichte niederschreibt, sondern ein der Historie und dem Leben und Wort Jesu verpflichteter akribisch berichtet. Und zum anderen wird deutlich, dass alles nicht im luftleeren Raum geschieht, sondern sich an einen ganz konkreten Adressaten wendet.
Wir dürfen als heutige Hörer dieses Evangeliums auch ruhig unseren eigenen Namen anstelle des „Theophilus“ einsetzen. Wir, die wir uns selbst als Freunde Jesu empfinden dürfen, können uns von der Zuverlässigkeit der Lehre überzeugen, in der wir unterwiesen wurden.
Lukas hat das alles für mich persönlich zusammengestellt, für mich persönlich Zeit, Mühe und Liebe aufgewendet, um mich mit dieser Frohen Botschaft in Berührung zu bringen:
Hier wird mir ein ganz persönliches Wort der Wertschätzung zugesprochen, das mich erreichen und mich bewegen will. Es will für mich zur Frohen Botschaft werden.

Fordert Gott zu viel?

Um Zions willen kann ich nicht schweigen, um Jerusalems willen nicht still sein, bis das Recht in ihm aufstrahlt wie ein helles Licht und sein Heil aufleuchtet wie eine brennende Fackel. Dann sehen die Völker deine Gerechtigkeit und alle Könige deine strahlende Pracht. Man ruft dich mit einem neuen Namen, den der Mund des Herrn für dich bestimmt. (Jes 62,1-2)

„Gott fordert zu viel von mir. Das bin ich nicht bereit zu leisten. Das kann oder will ich ihm nicht geben.“ Das sind manchmal die spontanen Reaktionen auf das Wort Gottes, das ja auch immer wieder fordernd und herausfordernd sein kann. Und dahinter steht der Gedanke, das Gott etwas von mir will und unausgesprochen auch immer die Vorstellung Gott wolle etwas von uns für sich.
Aber Gott will nichts für sich. Das sagt Jesaja ganz unmissverständlich: „Um Zions willen kann ich nicht schweigen, um Jerusalems willen nicht still sein, bis das Recht in ihm aufstrahlt wie ein helles Licht und sein Heil aufleuchtet wie eine brennende Fackel.“ (Jes 62,1)
„Um Jerusalems willen“, also um der Menschen willen, um unseretwillen. Es geht Gott bei seiner Wegweisung nicht um sich. Es geht ihm um uns! Gott will nichts für sich!
Er will uns hilfreich sein, er will unser Leben erleichtern, er will unser Leben zu einem geglückten und lebenswerten Leben werden lassen. Gott will die Fülle des Lebens und zwar für uns Menschen.
Was sind wir bereit, dafür zu investieren?

Fatimawallfahrt 25. – 30.09.2019

Im Blick auf Maria lade ich Sie herzlich ein, bei der Wallfahrt des Pastoralen Raumes Lennestadt nach Fatima in der krisenhaften Situation unserer Kirche und vieler Glaubender, den Durchblick auf Gott neu zu gewinnen. Gemeinsames Gebet, die tägliche Feier der Eucharistie, das Rosenkranzgebet, biblische Meditation sowie die Beschäftigung mit der Botschaft von Fatima und der persönlichen Umkehr zu Gott werden daher wesentliche Elemente dieser Wallfahrt sein.
Die Wallfahrt findet statt vom 25. – 30.09.2019 als 6-tägige Flugreise. Außer Fatima werden wir in den Tagen Aljustrel (Geburtsort der Seherkinder), Tomar (ehem. Zentralkloster der Christusritter) Batalha (ehem. Dominikanerkloster), Alcobaca (ehem. Zisterzienserkloster) und Nazaré (malerischer Fischerort und Marienwallfahrtsort) besuchen. Am Sonntag nehmen wir an der internationalen Eucharistiefeier auf dem großen Wallfahrtsplatz teil. Jeden Tag besteht die Möglichkeit zur Teilnahme am abendlichen internationalen Rosenkranzgebet und der Lichterprozession.
Unsere Unterbringung wird im zentral zum Heiligtum gelegenen 3*-Hotel Domus Pacis sein, dem Sitz des Internationalen Fatimaapostolates. Das Haus verfügt über 2 Kapellen.

Weitere Infos finden Sie >hier<
Die Anmeldeunterlagen erhalten Sie >hier<

Der Himmel ist offen

In jener Zeit war das Volk voll Erwartung, und alle überlegten im Stillen, ob Johannes nicht vielleicht selbst der Messias sei. Doch Johannes gab ihnen allen zur Antwort: Ich taufe euch nur mit Wasser. Es kommt aber einer, der stärker ist als ich, und ich bin es nicht wert, ihm die Schuhe aufzuschnüren. Er wird euch mit dem Heiligen Geist und mit Feuer taufen.
Zusammen mit dem ganzen Volk ließ auch Jesus sich taufen. Und während er betete, öffnete sich der Himmel, und der Heilige Geist kam sichtbar in Gestalt einer Taube auf ihn herab, und eine Stimme aus dem Himmel sprach: Du bist mein geliebter Sohn, an dir habe ich Gefallen gefunden. (Lk 3, 15-16.21-22)

„Das ganze Volk war voller Erwartung!“
Zahlreiche Menschen zogen damals zu Johannes dem Täufer an den Jordan. Sie kamen von überall her, weil sie offenbar spürten, dass hier einer mit Vollmacht, Kraft und Gewissheit predigte. Er war überzeugt von seiner Sache und seine Sache war nichts Anderes als Gott. Er rief zur Hinwendung zu Gott. Er rief zur Umkehr. Er redete seinen Zeitgenossen ins Gewissen und sie ließen sich davon anrühren. Es betraf sie. Es betraf sie so sehr, dass sie sich fragten, ob Johannes vielleicht selbst der lang erwartete Messias sei.
Wie ist das eigentlich bei uns? Sind wir voller Erwartung? In Bezug auf Gott und sein Handeln in unserer Welt und Zeit, in unserem ganz persönlichen Leben.
Erwarten wir noch was von Gott?
Etwa beim Besuch der heiligen Messe – sind wir da voller Erwartung?
Dass Gott uns trifft, dass er uns anspricht?
Haben wir ein brennendes Herz? Eine brennende Erwartung, dass Gott selbst uns ganz persönlich anspricht, dass Gott etwas an uns tut, dass für uns der Himmel offen ist?

Ein echter Star

Nach diesen Worten des Königs (Herodes) machten sie (die Sterndeuter aus dem Osten) sich auf den Weg. Und der Stern, den sie hatten aufgehen sehen, zog vor ihnen her bis zu dem Ort, wo das Kind war; dort blieb er stehen. Als sie den Stern sahen, wurden sie von sehr großer Freude erfüllt. Sie gingen in das Haus und sahen das Kind und Maria, seine Mutter; da fielen sie nieder und huldigten ihm. Dann holten sie ihre Schätze hervor und brachten ihm Gold, Weihrauch und Myrrhe als Gaben dar. (Mt 2,9-11)

Die Stars unserer Zeit sonnen sich gerne im eigenen Licht, in ihrem Ruhm, Reichtum, Glanz und Glamour. Und die, die sie bewundern müssen dankbar, wenn ein kleiner Lichtschein dieses Glanzes auf sie „abfällt“.
Wie anders ist da der Star, den die Weisen gefunden haben. Er sonnt sich nicht in Glanz und Glamour, ist nicht im Kreise der Reichen und Schönen, in den Palästen zu finden. Er begnügt sich mit einer Krippe und bescheidensten Verhältnissen. Sein einziges Bestreben ist es, Licht für andere zu schenken.
Dieses Licht, das Jesus schenkt leuchtet auf, indem diejenigen, die ihn gefunden haben, entdecken:
Gott ist mitten in meinem Leben da: in den Alltäglichkeiten, den Freuden, den Sorgen…
Jesus ist wahrer Heiland, er will Heil und Glanz für die, die ihm begegnen.
Diesem Star kann man getrost nacheifern, seinen „Lebensstil“ übernehmen, in der Liebe zu Gott und den Menschen.
Darum stellt sich immer wieder die Frage:
Wie kann ich Licht bringen in unsere Welt?
Wofür bin ich bereit, Geld, Zeit, Engagement zu investieren?