Eucharistie – Nur Symbol oder doch mehr?

Für viele Gläubige ist die Eucharistiefeier heute nur noch eine Symbolhandlung. Die Eucharistie wird vielfach nur als ein Symbol für Christus angesehen und die hl. Messe lediglich als eine Zusammenkunft von Gleichgesinnten, die sich versammeln, um des Lebens Christi zu gedenken.

Das ist aber nur ein sehr oberflächliches Erkennen, dessen, was sich in der Eucharistiefeier vollzieht.
Das, was sich dort auf dem Altar vollzieht, Christus, der sich unter der Gestalt des Brotes und des Weines gegenwärtig setzt und den die Gläubigen sowohl in ihren Leib, als auch in ihre Seele aufnehmen dürfen, ist viel geheimnisvoller, schöner und tiefer.
Blickt man tiefer, auf das, was die Eucharistiefeier im eigentlichen Sinn ist: heiliges Mahl, Opfer und Realpräsenz – dann kann man die tiefe Wahrheit erkennen, die aus den Worten Jesu beim Letzten Abendmahl spricht und entspringt: „Nehmt und esst, das ist mein Leib … Nehmet und trinket alle daraus, das ist mein Blut, das Blut des neuen und ewigen Bundes.”
Wir sind nicht nur eingeladen, Jesu zu gedenken oder uns an seinem Vorbild auszurichten; wir sind eingeladen zur Gnade der Kommunion, zur Gemeinschaft mit Gott und untereinander – und letztendlich zum Reich Gottes – indem wir ihn selbst essen und trinken, der sich uns als Opfer darbringt.

17. Juli: Die Märtyrinnen von Compiegne (+ 1794)

Die 16 Karmelitinnen wurden im Verlauf der französischen Revolution am 17. Juli 1794 in Paris enthauptet.
Begründet war dieses Todesurteil mit ihrer Treue zur Kirche und zu ihrem Ordensberuf.
Zuvor hatten sie sich Gott als Opfer angeboten, um durch ihre Hingabe Sühne zu leisten und den Frieden zu erflehen. Im Gefängnis trösteten und ermutigten sie ihre Mitgefangenen, so dass sie leuchtende Zeugen dafür sind, dass der Glaube stärker ist als ein grausamer Tod. Sie wurden am 27. Mai 1906 selig gesprochen. Gertrud von Le Fort („Die letzte am Schafott“) und Georges Bernanos („Die begnadete Angst“) haben ihr Martyrium verherrlicht.