Da ist er nun wieder der Advent…

Allerorten werden die Dekorationen auf rührselig, die Stimmung auf romantisch getrimmt. Es werden die Lichterketten und LED-Schläuche installiert, die Rentiere in die Fenster gestellt… Es soll ja schließlich gemütlich und heimelig sein.
Aber Advent – mit den Augen eines Landpfarrers betrachtet – ist alles andere als nur eine rührselige und romantische Zeit.
Es geht nicht nur um Glühwein, Weihnachtsmarkt und gefühlsbetonte Lieder.
Advent ist die Chance, einen Moment inne zu halten, den Alltag zu unterbrechen, das Ziel wieder in den Blick zu bekommen, Gott in den Blick zu bekommen.

In der ersten Lesung des ersten Adventsonntages diesen Jahres klingt das so: „Kommt, wir wollen unsere Wege gehen im Licht des Herrn“ (Jes 2,5b) im Licht des Herrn, also im Licht Gottes, nicht im Neonlicht, LED-Lichterkettengeflacker.
Das Licht des Herrn, das Licht Gottes ist das Licht, das seit der Taufe bzw. seit unserer bewussten Entscheidung zum Glauben über unserem Leben leuchtet.
Advent bietet die Chance, dass wir uns wieder in dieses Licht hineinstellen, in diesem Licht unser Leben betrachten und den Weg unseres Lebens gehen. Seien wir daher wachsam und halten wir uns bereit. Gott kommt oftmals unverhofft (vgl. Mt 24, 37-44) und wer weiß, vielleicht ist er schon unerkannt da!?

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.