Der Schwerpunkt des Lebens?

In jener Zeit als Jesus nach Kafarnaum kam, trat ein Hauptmann an ihn heran und bat ihn:
Herr, mein Diener liegt gelähmt zu Hause und hat große Schmerzen.
Jesus sagte zu ihm: Ich will kommen und ihn gesund machen.
Da antwortete der Hauptmann: Herr, ich bin es nicht wert, dass du mein Haus betrittst; sprich nur ein Wort, dann wird mein Diener gesund. Auch ich muss Befehlen gehorchen, und ich habe selber Soldaten unter mir; sage ich nun zu einem: Geh!, so geht er, und zu einem andern: Komm!, so kommt er, und zu meinem Diener: Tu das!, so tut er es.
Jesus war erstaunt, als er das hörte, und sagte zu denen, die ihm nachfolgten: Amen, das sage ich euch: Einen solchen Glauben habe ich in Israel noch bei niemand gefunden. Ich sage euch: Viele werden von Osten und Westen kommen und mit Abraham, Isaak und Jakob im Himmelreich zu Tisch sitzen; die aber, für die das Reich bestimmt war, werden hinausgeworfen in die äußerste Finsternis; dort werden sie heulen und mit den Zähnen knirschen.
Und zum Hauptmann sagte Jesus: Geh! Es soll geschehen, wie du geglaubt hast.
Und in derselben Stunde wurde der Diener gesund. (Mt 8,5-13)

Dieses Evangelium lobt das Vertrauen des Hauptmanns auf Jesus.
Vertrauen bedeutet, Hoffnung zu haben, sein Herz Gott zuzuwenden.
Es bedeutet, sein Leben in Gott zu verwurzeln, es auf ihn zu gründen und auf ihn hin auszurichten.
Wenn man jedoch, im Gegensatz dazu, nur dem Menschen vertraut nur rein innerweltlich lebt, dann verschließt man sich in sich selbst, dann dreht sich alles nur noch um Reichtum, Ruhm, Macht, Ehre oder Vergnügen.
Daher stellt sich uns immer wieder die Frage:
Was ist der Schwerpunkt meines Lebens? Was ist mein innerstes Anliegen?
Die Bibel stellt dies konsequent als Entweder/Oder dar.
Jesus sagt seinen Jüngern: „Entweder ihr seid für mich oder ihr seid gegen mich.“
Das Evangelium erinnert uns daran, dass wir alle diese Frage mit großer Ehrlichkeit und Klarheit beantworten müssen.