Ganz persönlich

Nun habe auch ich mich entschlossen, allem von Grund auf sorgfältig nachzugehen, um es für dich, hochverehrter Theophilus, der Reihe nach aufzuschreiben. So kannst du dich von der Zuverlässigkeit der Lehre überzeugen, in der du unterwiesen wurdest. (Lk 1,3-4)

Das Wort Gottes ist keine Massendrucksache an irgendwen, es ist ein ganz persönliches Wort: „für dich, hochverehrter Theophilus“ – Also ein ganz konkreter Adressat, für den sich Lukas die Mühe macht, das Leben Jesu aufzuschreiben und darüber zu berichten.
Wenn wir diese Stelle im Evangelium lesen, dann wissen wir zu einem, dass hier kein Phantast eine ersonnene Geschichte niederschreibt, sondern ein der Historie und dem Leben und Wort Jesu verpflichteter akribisch berichtet. Und zum anderen wird deutlich, dass alles nicht im luftleeren Raum geschieht, sondern sich an einen ganz konkreten Adressaten wendet.
Wir dürfen als heutige Hörer dieses Evangeliums auch ruhig unseren eigenen Namen anstelle des „Theophilus“ einsetzen. Wir, die wir uns selbst als Freunde Jesu empfinden dürfen, können uns von der Zuverlässigkeit der Lehre überzeugen, in der wir unterwiesen wurden.
Lukas hat das alles für mich persönlich zusammengestellt, für mich persönlich Zeit, Mühe und Liebe aufgewendet, um mich mit dieser Frohen Botschaft in Berührung zu bringen:
Hier wird mir ein ganz persönliches Wort der Wertschätzung zugesprochen, das mich erreichen und mich bewegen will. Es will für mich zur Frohen Botschaft werden.

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