Gottes “Ansage”

In jenen Tagen sprach der Herr noch einmal zu Ahas; er sagte: Erbitte dir vom Herrn, deinem Gott, ein Zeichen, sei es von unten, aus der Unterwelt, oder von oben, aus der Höhe. Ahas antwortete: Ich will um nichts bitten und den Herrn nicht auf die Probe stellen. Da sagte Jesaja: Hört her, ihr vom Haus David! Genügt es euch nicht, Menschen zu belästigen? Müsst ihr auch noch meinen Gott belästigen? Darum wird euch der Herr von sich aus ein Zeichen geben: Seht, die Jungfrau wird ein Kind empfangen, sie wird einen Sohn gebären, und sie wird ihm den Namen Immanuel (Gott mit uns) geben. (Jes 7,10-14)

Was sich so demütig anhört:
„Ich will den Herrn nicht auf die Probe stellen“ ist ein Mangel an Glauben, sich selber auf Gott einzulassen und auf Gottes Verheißungen zu bauen.
Anders gesagt: „Nach Gottes Willen fragen –lieber nicht!
Besser, ich habe es in meinen Händen!“
Gott soll dem Ahas zu Diensten sein, in Gottes Hände will dieser sich nicht geben.
Deshalb macht Gott eine „Ansage“ durch den Propheten: „Darum wird der Herr von sich aus ein Zeichen geben: Seht, die Jungfrau wird ein Kind empfangen, sie wird einen Sohn gebären, und sie wird ihm den Namen Immanuel –Gott mit uns –geben“ (Jes. 7,14).
Von sich aus
– selbst im drohenden Untergang des Volkes angesichts der Übermacht der Feinde
 -selbst in der größten Not lässt Gott sein Volk nicht im Stich.
Er wird zu allen Zeiten ein Zeichen für seine Nähe, für seine Gegenwart unter den Menschen setzen.
Die Zusage ist klar: „Gott ist mitten unter uns.“
„Immanuel“, um diesen Namen geht es nicht nur an Weihnachten, sondern in unserer Geschichte und in meinem Leben.
Das ist die Zusage!
Hören wir auch die Ansage?
Wir sind in vielem orientierungslos genug!
Werden wir uns stören lassen in unserer Weltsicht?
Belästigen wir Gott nur, weil er unserem Willen gemäß handeln soll?
Gott gibt ein (fast zu) schlichtes Zeichen:
Die Jungfrau wird gebären… nur so wird Gott mit uns sein.
Es ist nicht leicht für diesen menschgewordenen Gott, und wahrscheinlich war es zu keiner Zeit wirklich leicht für ihn, aber der leise, behutsame Weg ist der einzige, um wirklich im Menschen etwas zu verändern, denn da wo der Mensch im Innersten berührt wird, da ändert er sich.

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