Keine falsche Beruhigung!

Wer ist denn der treue und kluge Verwalter, den der Herr über sein Gesinde einsetzen wird, damit er ihnen zur rechten Zeit die Tagesration gibt? Selig der Knecht, den der Herr damit beschäftigt findet, wenn er kommt! Wahrhaftig, ich sage euch: Er wird ihn über sein ganzes Vermögen einsetzen. Wenn aber der Knecht in seinem Herzen sagt: Mein Herr verspätet sich zu kommen! und anfängt, die Knechte und Mägde zu schlagen, auch zu essen und zu trinken und sich zu berauschen, dann wird der Herr jenes Knechtes an einem Tag kommen, an dem er es nicht erwartet, und zu einer Stunde, die er nicht kennt (Lk 12,42b-46a)

Da lebt also jemand in einer falschen Beruhigung.:
Er beruhigt sich mit dem Leichtsinn, indem er denkt:
„Mein Herr wird ja noch lange nicht zurückkommen“; und er lebt auch entsprechend.
Von diesem Leichtsinn heißt es: „Der Herr wird an einem Tag kommen, an dem es der Knecht nicht erwartet“.
Vor solchem Leichtsinn oder auch gezielter Betäubung will Jesus uns warnen.
Und trotzdem ist diese Warnung keine Drohbotschaft, denn es ist eine Warnung, die von seiner Liebe getragen ist;
eine Warnung, die zum Ziel hat, uns teilnehmen zu lassen an seiner Liebe und an seinem Leben.
Es ist um unseres Heiles willen, um unserer Seligkeit willen, dass wir zur Wachsamkeit aufgerufen werden: „Selig die Knechte, so heißt es, selig die Knechte, die der Herr wach findet, wenn er kommt…
Der Herr selber wird sich gürten und sie am Tisch Platz nehmen lassen..“.
Wenn wir immer wieder in der Eucharistiefeier bereit sind, Gott in unser Leben hereinzulassen, und wenn solche Stunden sich Woche für Woche wiederholen,
dann werden wir für Gott offen sein – auch in den Stunden unseres Alltags –
und dann dürfen wir hoffen, dass wir offen sind für Gott auch in der letzten Stunde unseres Lebens, – dass wir auch dann wachsam sind und den Ruf des Herrn hören können.

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