Mit guten Gedanken

Mit guten Gedanken
will ich das alte Jahr verabschieden
und mit Segenswünschen
das neue Jahr begrüßen.

Mit offenen Händen
will ich das Vergangene abgeben
und mit betenden Augen
das Zukünftige erwarten.

Mit wertvollen Erinnerungen
will ich das Gewordene bewahren
und mit demütigen Erwartungen
das Kommende empfangen.

Mit dankbaren Worten
will ich das Gewesene würdigen
und mit hörendem Herzen
das Werdende schätzen.

Mit versöhnter Haltung
will ich das Schmerzliche loslassen
und mit wachsamer Spannung
das Wachsende schützen. Mit allen meinen Sinnen
will ich Gott loben und danken,
und mit tiefer Ehrfurcht
vor ihm, mit ihm und in ihm
bleiben und leben.
(Autor unbekannt)

So ungefähr könnte ich meine Gefühle zum Jahreswechsel umschreiben und zusammenfassen.
Jeder einzelne Abschnitt des Textes ist zweigeteilt, immer im ersten Teil der Blick auf das Gewesene und dann im zweiten Teil der Blick auf das Kommende.

Genauso sieht mein persönliches Jahr aus, mit allem was darin war.
Mein Blick ist ein dankbarer auf das Vergangene und es ist ein offenes Abgeben dieser Zeit, ein freudiges Bewahren der wertvollen Erinnerungen und gewachsenen Beziehungen, ein dankbares Würdigen und ein versöhntes Loslassen des Gewesenen.
Und gleichzeitig ist da ein Begrüßen des Neuen, ein betendes sich Vergewissern, ein demütiges Schauen auf die kommenden Herausforderungen, ein hörendes Wertschätzen der Situationen und Mitmenschen, die ich neu kennenlernen darf und ein wachsames Schützen des Neuen, das im Entstehen ist.
Und doch ist da jemand, der das, was manchmal für mich nur schwer in Eins zu bekommen ist, zu einer Einheit zusammenfügt, und der mich und unsere Welt in Händen hält.
Das macht dann der letzte Abschnitt des obigen Textes deutlich.
Dieser ist plötzlich nicht mehr zweigeteilt, sondern fügt alles wieder zu einem Ganzen zusammen, das vorher gegen- oder nebeneinander stand.
Gott ist der große Regisseur unserer Welt und unseres Lebens auch meines kleinen alltäglichen und normalen Lebens.
In aller Kleinheit und in allem Hin und Her des Lebens, lässt er mich immer wieder spüren, dass ich, wo immer ich auch bin, nur vor ihm, mit ihm und in ihm bin. Er ist die Konstante, der Halt, der Anker an dem ich mich festmachen kann.
In dem kleinen Kind in der Krippe hat er deutlich gemacht, dass er unsere Bedürftigkeit unsere Hilflosigkeit und alle unsere Menschlichkeit angenommen hat und sie, wie seinen Sohn zur Vollendung führen will.
Wir brauchen lediglich seiner Zusage, die er uns in seinem Sohn gemacht hat zu trauen, mit allen unseren Sinnen Gott loben und danken und voller Ehrfurcht in ihm bleiben und leben.

In diesem Sinne wünsche ich allen Besucherinnen und Besucher dieser Webseiten ein gesegnetes Jahr 2022