Mit Gott reden

Jesus betete einmal an einem Ort; als er das Gebet beendet hatte, sagte einer seiner Jünger zu ihm: Herr, lehre uns beten, wie auch Johannes seine Jünger beten gelehrt hat! (Lk 11,1)

Gebet ist Gespräch mit Gott. Oder um es im Jargon unserer Zeit zu sagen: Gebet ist Kommunikation mit Gott.
Viele in unseren Tagen meinen, Gott sei fern, unerreichbar, entrückt.
Sie argwöhnen, Gott sehe ich nicht, und deshalb existiert er auch nicht.
Wie unsinnig das ist, sollte jeder wissen, der schon mal eine WhatsApp verschickt hat. Mit wie vielen Menschen stehen wir in Verbindung, die wir (momentan) nicht von Angesicht zu Angesicht sehen. Und käme jemand ernsthaft auf die Idee, diesen Freunden die Existenz abzusprechen?
Wir müssen uns immer wieder neu bewusstmachen:
Gott ist da, auch wenn wir ihn als Person nicht direkt sehen.
Wir können mit ihm immer und überall in Kontakt treten.
Überall ist es möglich: Das geht genauso leicht, wie das Handy zu nehmen und schnell eine WhatsApp abzuschicken.
Gott hört uns, denn er ist uns ganz nah. Mit ihm kann ich über alles reden. Es gibt keine Tabus, keine Zensur. Er kennt unsere Gedanken, was sich in unserem Herzen, in unserer Seele abspielt.
Sprechen wir also mit ihm über alles, was uns bewegt. Und nehmen wir ihn dort wahr, wo er uns immer sehr greifbar begegnet:
In der hl. Schrift, in der Eucharistie und in den Sakramenten. Gott reicht uns immer seine Hand, wir müssen sie nur ergreifen!