Den neuen Horizont erkennen

Das Leben und Wirken Jesu führte zu seinem Tod für das Heil der Welt.
Christus starb aus grenzenloser Liebe, stets bestrebt, Gottes Willen zum Wohl der Menschheit zu erfüllen.

Manchmal fällt es uns schwer, das zu begreifen, denn das Geheimnis, dass Gott Mensch wurde und uns erlöste, übersteigt unser sinnliches Verständnis.
Christus ging auf dieser Erde, und es braucht offene Augen und Herzen des Glaubens, in ihm den verheißenen Erlöser und die höchste Sehnsucht aller Menschen zu erkennen.

Gott ist eine lebendige Realität in unseren Leben, jemand, der in und für uns wirkt. Wir können nicht messen und kaum ermessen wie umfassend und liebevoll er das tut.
Aber wir spüren, wie seine Gegenwart unserem Leben Sinn verleiht. Jesus kam, um Leben zu schenken, vor allem aber ewiges Leben.
Er kam, um Freude und Glück zu bringen – Freude und Glück, die ewig währen, nicht nur einen Augenblick.
Das kann uns Halt und Stütze sein auf dem Lebensweg.

In seiner Enzyklika „Deus Caritas est“ schreibt Papst Benedikt XVI.:
„Christsein ist nicht das Ergebnis einer ethischen Entscheidung oder einer großen Idee, sondern die Begegnung mit einem Ereignis, einer Person, die unserem Leben einen neuen Horizont und damit seine entscheidende Richtung gibt.“

Unser christlicher Glaube besteht also nicht primär aus der Befolgung von Regeln (Ethik) oder philosophischen Überlegungen. Er ist die Antwort auf die Liebe Gottes, die in der Person Jesus Christus sichtbar geworden ist

In der restlichen Fastenzeit sind wir eingeladen, diese Liebe, die Christus uns entgegenbringt und immer wieder schenken will, entgegenzunehmen.
Wir sind aufgerufen, die Begegnung mit Jesus in unserem Alltag zu erfahren und ihm die Möglichkeit zu geben, unser Leben zu verändern.
Wir dürfen den neuen Horizont, den er uns bietet, erkennen und offen sein für einen neuen Weg, der über den Tod hinaus zum ewigen Leben weist.
In den Sakramenten ist das in einzigartiger Weise möglich.