Preis der Nachfolge

Der Preis, den Jesus für seine Nachfolge nennt, scheint uns wahrhaftig sehr hoch:
„Wenn jemand zu mir kommt und nicht Vater und Mutter, Frau und Kinder, Brüder und Schwestern,
ja sogar sein Leben gering achtet, dann kann er nicht mein Jünger sein.“
. (Lk 14,26)
Das ist der Preis, den Jesus nennt.
Aber wie bei wirtschaftlichen Angeboten auch, sollten wir, wenn uns der Preis so hoch vorkommt auch mal hinterfragen, wie es denn zu solch einer Preisgestaltung kommt.
Da gilt es zunächst mal zu bedenken, worum es denn geht:
Es geht um das Angebot der Gottesfreundschaft,
es geht um das letzte Ziel,
es geht um das ewige Heil des Menschen.
Und der Preis dafür wird von Jesus nicht willkürlich festgesetzt, sondern dieser Preis liegt in der Sache selbst. Es geht also nicht billiger; und dem Herrn ist wegen dieses hohen Preises kein Vorwurf zu machen; der Preis liegt eben in der Sache selbst.
Aber jeden von uns interessiert ja nicht ein Preis im Allgemeinen, sondern wir dürfen weiter fragen:
Was kostet die Jüngerschaft Jesu, was kostet die Gottesfreundschaft mich ganz konkret?
Was ist der Preis, den ich persönlich zu zahlen habe, wenn ich Gemeinschaft mit Jesus haben will?
Und dann wird sich zeigen, dass der konkrete und persönliche Preis für jeden verschieden sein wird, aber das eine bleibt:
Eine Freundschaft, die man sich nichts kosten lässt, ist auch keine echte Freundschaft.
Aber wie könnte der Preis für diese Freundschaft aussehen?
Keinem von uns droht doch aller Voraussicht nach wohl das Martyrium;
d. h. wir werden, um unseres Glaubens willen, nicht getötet werden, wie z. B. der Hl. Stephanus oder die Hl. Agatha und viele andere;
aber in den letzten Jahren mehren sich doch die Situationen, in denen wir belächelt werden, wenn wir wirklich als Christen leben wollen und das auch zeigen.
Sich belächeln lassen: das kann ein Teil des Preises sein!
Mal ganz konkret gefragt:
Wann haben Sie zuletzt in der Öffentlichkeit, in einem Restaurant das Tischgebet gesprochen und das Kreuzzeichen gemacht. (Und wann haben sie es zuhause zuletzt mit den Kindern oder Enkeln gemacht?)
Die Stimme des Gewissens nennt uns also den Preis, den wir in der Nachfolge Jesu zu zahlen haben.
Wir dürfen aber nicht nur auf den Preis schauen, den wir für die Jüngerschaft Jesu bezahlen.
Zuerst steht da etwas ganz Anderes. Vor all dem, was wir für die Gottesfreundschaft bezahlen, steht das, was sich Jesus die Freundschaft zu uns hat kosten lassen.
Jesus hat sie mit seinem Leben bezahlt.
So mahnt uns denn auch der Hl. Paulus, indem er sagt: „Bedenkt doch, um welchen Preis ihr erkauft worden seid!“
Bevor wir auch nur irgendetwas für diese Freundschaft bezahlt haben, hat Jesus mit seinem Leben bezahlt.
Er hat sein Leben investiert, um uns zu Freunden, zu Söhnen und Töchtern Gottes zu machen.
Jesus hat also seinen teuren Preis bezahlt, um uns zu Freunden und Kindern Gottes zu machen.
Das ist es, was uns anspornen kann, aus Dankbarkeit, auch unseren Preis zu bezahlen.

Keine falsche Beruhigung!

Wer ist denn der treue und kluge Verwalter, den der Herr über sein Gesinde einsetzen wird, damit er ihnen zur rechten Zeit die Tagesration gibt? Selig der Knecht, den der Herr damit beschäftigt findet, wenn er kommt! Wahrhaftig, ich sage euch: Er wird ihn über sein ganzes Vermögen einsetzen. Wenn aber der Knecht in seinem Herzen sagt: Mein Herr verspätet sich zu kommen! und anfängt, die Knechte und Mägde zu schlagen, auch zu essen und zu trinken und sich zu berauschen, dann wird der Herr jenes Knechtes an einem Tag kommen, an dem er es nicht erwartet, und zu einer Stunde, die er nicht kennt (Lk 12,42b-46a)

Da lebt also jemand in einer falschen Beruhigung.:
Er beruhigt sich mit dem Leichtsinn, indem er denkt:
„Mein Herr wird ja noch lange nicht zurückkommen“; und er lebt auch entsprechend.
Von diesem Leichtsinn heißt es: „Der Herr wird an einem Tag kommen, an dem es der Knecht nicht erwartet“.
Vor solchem Leichtsinn oder auch gezielter Betäubung will Jesus uns warnen.
Und trotzdem ist diese Warnung keine Drohbotschaft, denn es ist eine Warnung, die von seiner Liebe getragen ist;
eine Warnung, die zum Ziel hat, uns teilnehmen zu lassen an seiner Liebe und an seinem Leben.
Es ist um unseres Heiles willen, um unserer Seligkeit willen, dass wir zur Wachsamkeit aufgerufen werden: „Selig die Knechte, so heißt es, selig die Knechte, die der Herr wach findet, wenn er kommt…
Der Herr selber wird sich gürten und sie am Tisch Platz nehmen lassen..“.
Wenn wir immer wieder in der Eucharistiefeier bereit sind, Gott in unser Leben hereinzulassen, und wenn solche Stunden sich Woche für Woche wiederholen,
dann werden wir für Gott offen sein – auch in den Stunden unseres Alltags –
und dann dürfen wir hoffen, dass wir offen sind für Gott auch in der letzten Stunde unseres Lebens, – dass wir auch dann wachsam sind und den Ruf des Herrn hören können.

Ausrichten nach Gottes Willen

In jener Zeit betete Jesus für sich allein und die Jünger waren bei ihm. Da fragte er sie: Für wen halten mich die Leute? Sie antworteten: Einige für Johannes den Täufer, andere für Elíja; wieder andere sagen: Einer der alten Propheten ist auferstanden. Da sagte er zu ihnen: Ihr aber, für wen haltet ihr mich?
Petrus antwortete: Für den Christus Gottes. (Lk 9,18-20)

Gerne gebe ich es zu: Irgendwie kann ich mich an die Formulierungen der revidierten Einheitsübersetzung nicht so recht gewöhnen.
Da heißt es etwa: „In jener Zeit betete Jesus für sich allein und die Jünger waren bei ihm.“ Die vorherige Formulierung ist für mich einfach plastischer und lässt ein Bild vor meinem inneren Auge entstehen, wenn es da hieß: „Als Jesus in der Einsamkeit betete und die Jünger bei ihm waren…“
Darin kommt auch sehr schön zum Ausdruck, dass das Wesentliche eben nicht im Hauptsatz, also auf der großen Bühne der Öffentlichkeit geschieht.
Dass das Umgestaltet-Werden im Glauben, das sich Ausrichten nach Gottes Willen, das Ausrichten nach Gottes Plan in der Stille und im Gebet geschieht, wird hier geradezu im Nebensatz ganz beiläufig erwähnt.
In Jesu Gebeten, die uns die Evangelisten überliefert haben, spricht Jesus Gott immer als „Vater“ an; betend sagt er „Ja“ zu diesem Vater, stimmt ihm zu, stimmt mit ihm überein – im Denken und im Wollen; betend geht er den Leidensweg zu Ende, den Gott ihm vorgegeben hat.
Beten ist Ausdruck des Glaubens an Gott als Vater, an seine beständige Führung auf unserem Lebens- und Leidensweg. Diesen Weg ist Jesus betend, als Glaubender, gegangen.
In der Eucharistie versammeln wir uns immer wieder um den betenden Jesus in unserer Mitte. Wir feiern unseren Glauben, der unseren Alltag prägen soll.
Der ihn so prägen soll, dass wir auf die Frage Christi an uns, für wen wir ihn halten, uns die Antwort des Petrus zu eigen machen können: „Für den Christus Gottes.“
Wobei mir auch hier die Übersetzung aus der „alten“ Einheitsübersetzung viel angenehmer ist, wenn Petrus dort antwortet: „Für den Messias Gottes“
Damit ist doch alles gesagt!
Aber unsere persönliche Antwort auf die Frage Jesu steht natürlich immer noch aus.
Für wen hältst Du ihn?

„Ufer“ oder „See“?

In jener Zeit offenbarte Jesus sich den Jüngern noch einmal. Es war am See von Tiberias, und er offenbarte sich in folgender Weise. Simon Petrus, Thomas, genannt Didymus – Zwilling -, Natanaël aus Kana in Galiläa, die Söhne des Zebedäus und zwei andere von seinen Jüngern waren zusammen. Simon Petrus sagte zu ihnen: Ich gehe fischen. Sie sagten zu ihm: Wir kommen auch mit. Sie gingen hinaus und stiegen in das Boot. Aber in dieser Nacht fingen sie nichts. Als es schon Morgen wurde, stand Jesus am Ufer. Doch die Jünger wussten nicht, dass es Jesus war. Jesus sagte zu ihnen: Meine Kinder, habt ihr nicht etwas zu essen? Sie antworteten ihm: Nein. Er aber sagte zu ihnen: Werft das Netz auf der rechten Seite des Bootes aus, und ihr werdet etwas fangen. Sie warfen das Netz aus und konnten es nicht wieder einholen, so voller Fische war es.
Da sagte der Jünger, den Jesus liebte, zu Petrus: Es ist der Herr! Als Simon Petrus hörte, dass es der Herr sei, gürtete er sich das Obergewand um, weil er nackt war, und sprang in den See. Dann kamen die anderen Jünger mit dem Boot – sie waren nämlich nicht weit vom Land entfernt, nur etwa zweihundert Ellen – und zogen das Netz mit den Fischen hinter sich her. Als sie an Land gingen, sahen sie am Boden ein Kohlenfeuer und darauf Fisch und Brot. Jesus sagte zu ihnen: Bringt von den Fischen, die ihr gerade gefangen habt. Da ging Simon Petrus und zog das Netz an Land. Es war mit hundertdreiundfünfzig großen Fischen gefüllt, und obwohl es so viele waren, zerriss das Netz nicht. Jesus sagte zu ihnen: Kommt her und esst! Keiner von den Jüngern wagte ihn zu fragen: Wer bist du? Denn sie wussten, dass es der Herr war. Jesus trat heran, nahm das Brot und gab es ihnen, ebenso den Fisch. Dies war schon das dritte Mal, dass Jesus sich den Jüngern offenbarte, seit er von den Toten auferstanden war. (Joh 21,1-14)

Als es schon Morgen wurde, stand Jesus am Ufer“. Alles andere als klar und deutlich erscheint der auferstandene Jesus seinen Jüngern. Eher im Zwielicht, nicht klar erkennbar und unübersehbar. Daher dämmert es den Jüngern zwar, aber die volle Erkenntnis ist noch nicht da. Umso erstaunlicher, dass sie sich trotzdem auf den Hinweis, den er gibt einlassen. Sie befinden sich schließlich am Scheideweg: War alles umsonst? Sollten sie nicht lieber aufgeben? Oder lohnt sich doch der Mut zum Ungewissen, der Mut zur Zukunft
Die Frage ist: „Ufer“ oder „See“?
Am Ufer befindet sich Jesus, der fest im Reich Gottes steht.
Auf dem See herrscht das Hin- und Hergetrieben werden von unberechenbaren und unbarmherzigen Kräften.
Die Entscheidung der Jünger fällt, trotz Ungewissheit, für Jesus und er macht keine Vorwürfe wegen der Erfolglosigkeit, sondern er schenkt im Übermaß.
Das Erstaunliche ist im Grunde nicht der Unglaube, sondern der Glaube: die Tatsache, dass es Menschen gibt, die sich für Christus entscheiden, ihm vertrauen, weil er ihnen begegnet ist.
Wie fällt unsere Entscheidung aus?

Gesegnet sei der König

In jener Zeit ging Jesus nach Jerusalem hinauf. Während er dahinritt, breiteten die Jünger ihre Kleider auf der Straße aus. Als er an die Stelle kam, wo der Weg vom Ölberg hinabführt, begannen alle Jünger freudig und mit lauter Stimme Gott zu loben wegen all der Wundertaten, die sie erlebt hatten. Sie riefen: Gesegnet sei der König, der kommt im Namen des Herrn. Im Himmel Friede und Herrlichkeit in der Höhe! Da riefen ihm einige Pharisäer aus der Menge zu: Meister, bring deine Jünger zum Schweigen! Er erwiderte: Ich sage euch: Wenn sie schweigen, werden die Steine schreien.

(Lk 9,28.36-40)

Nehmen wir einen Moment lang an, Jesus komme in unseren Heimatort.
Stimmt auch dann noch, was wir da eben gehört haben?
Sie riefen: Gesegnet sei der König, der kommt im Namen des Herrn. Im Himmel Friede und Herrlichkeit in der Höhe!
Würden wir, würde die Menge sich aufmachen, ihn zu empfangen?
Vielleicht würden wir uns die Zeit nehmen. Heute Abend noch – aber morgen früh haben wir wieder andere Verpflichtungen. Wenn wir es überlegen, so ganz recht wäre uns das nicht, wenn Du gerade jetzt kämst, vielleicht nach Ostern, vielleicht dann doch lieber erst im Herbst, obwohl soviel Zeit hätten wir dann auch nicht, und dann kommt der Advent und Weihnachten.
Was würden wir rufen?
Gesegnet sei der König, der kommt im Namen des Herrn?
Klingt nicht mehr so ganz zeitgemäß; ein bisschen verstaubt.
Und außerdem, wir hätten da eine Menge Fragen – endlich könnte er uns auf alle Fragen eine Antwort geben, alle unsere Vorbehalte entkräften.
Wir könnten endlos diskutieren bis wir alles verstanden haben, was nicht zu verstehen ist.
Ob wir dann noch jubeln werden, werden wir sehen. Vielleicht wechseln wir auch sofort zum „Kreuzige ihn“??
Jesu Kommen – es brächte uns schon in Verlegenheit.
Jesus kommt in unseren Ort – eine Fiktion!?

Nein- Er ist schon da!! –

Aus der Passionsgeschichte wissen wir es.
Szenen der Passion, die sich so oder ähnlich in unserem Leben, im Leben der Menschen wiederholen.
Jesus kommt in unseren Ort – er will weder ins Rathaus, noch auf den Marktplatz.

Er will dorthin, wo Menschen leiden und wo die kleine Tat der Liebe das Leiden leichter macht.

Das erfolglose Boot

Als Jesus seine Rede beendet hatte, sagte er zu Simon: Fahr hinaus auf den See! Dort werft eure Netze zum Fang aus! Simon antwortete ihm: Meister, wir haben die ganze Nacht gearbeitet und nichts gefangen. Doch wenn du es sagst, werde ich die Netze auswerfen. Das taten sie, und sie fingen eine so große Menge Fische, dass ihre Netze zu reißen drohten. Deshalb winkten sie ihren Gefährten im anderen Boot, sie sollten kommen und ihnen helfen. Sie kamen, und gemeinsam füllten sie beide Boote bis zum Rand, so dass sie fast untergingen. Als Simon Petrus das sah, fiel er Jesus zu Füßen und sagte: Herr, geh weg von mir; ich bin ein Sünder. (Lk 5,4-8)

Warum steigt Jesus gerade in das „erfolglose“ Boot des Petrus?
Es gab doch sicher dort auch andere „erfolgreichere“, stolzere und repräsentativere Boote als Alternative.
Aber Erfolg ist hier offensichtlich nicht das oberste Auswahlkriterium Jesu
Er sucht Menschen, die bereit sind, ganz auf ihn zu vertrauen, die auf die Kraft und Gnade Gottes setzen und von ihr alles erwarten. Hier trifft wohl auch das geflügelte Wort, dass Erfolg keiner der Namen Gottes ist.
Die Worte Gnade, Erbarmen, Liebe kommen da Gott und der Beschreibung seines Wirkens wohl schon näher.
Wir dürfen Jesus und damit Gott (wieder) in das Boot unseres Lebens hineinlassen.
Wenn wir dann im Angesicht seiner Größe erschrecken, dürfen wir im gleichen Augenblick von seiner Gnade, seinem Erbarmen, seiner Liebe alles erhoffen.

Provozierend…

In jener Zeit begann Jesus in der Synagoge in Nazareth darzulegen: Heute hat sich das Schriftwort, das ihr eben gehört habt, erfüllt. Seine Rede fand bei allen Beifall; sie staunten darüber, wie begnadet er redete, und sagten: Ist das nicht der Sohn Josefs?
Da entgegnete er ihnen: Sicher werdet ihr mir das Sprichwort vorhalten: Arzt, heile dich selbst! Wenn du in Kafarnaum so große Dinge getan hast, wie wir gehört haben, dann tu sie auch hier in deiner Heimat!
Und er setzte hinzu: Amen, das sage ich euch: Kein Prophet wird in seiner Heimat anerkannt. wahrhaftig, das sage ich euch: In Israel gab es viele Witwen in den Tagen des Elija, als der Himmel für drei Jahre und sechs Monate verschlossen war und eine große Hungersnot über das ganze Land kam. Aber zu keiner von ihnen wurde Elija gesandt, nur zu einer Witwe in Sarepta bei Sidon. Und viele Aussätzige gab es in Israel zur Zeit des Propheten Elischa. Aber keiner von ihnen wurde geheilt, nur der Syrer Naaman. Als die Leute in der Synagoge das hörten, gerieten sie alle in Wut. Sie sprangen auf und trieben Jesus zur Stadt hinaus; sie brachten ihn an den Abhang des Berges, auf dem ihre Stadt erbaut war, und wollten ihn hinabstürzen. Er aber schritt mitten durch die Menge hindurch und ging weg. (Lk 4,2130)

Da provoziert Jesus die Juden in der Synagoge aber heftig. Verständlich, dass sie aufbrausen, dass sie in Rage geraten, ihn an den Rand drängen und am liebsten zum Absturz bringen wollen. Denn sie sind gläubige Menschen und kennen sich in der Schrift aus. Und da kommt er, der den sie doch schon seit Jahren kennen, den dessen Herkunft sie zu kennen glauben und bietet ihnen neue Einsichten an. Das muss herausfordern, das kann überfordern.
Kann auch uns das Wort Gottes noch provozieren, herausfordern und manchmal gar überfordern?
Mir scheint, dass es diese Kraft oftmals verloren hat, weil Glaube verkümmert, verdunstet, oder einfach verloren gegangen ist. Das Wort Gottes, na und? Das ist etwas für den Sonntag und für den Kirchraum!
Aber Glaube ist eben nicht etwas, das noch so dazu kommt, das man sonntags mal rausholt und in der Woche dann wieder zur Seite legt.
Wenn ich aus der Bibel, aus der Geschichte Gottes mit seinem Volk weiß, wie sehr Gott sich um sein Volk sorgt, wenn es zu ihm ruft, dann ist es mir keine Last zu beten, sondern dann weiß ich, wenn ich zu Gott rufe, dann hört er mich und handelt !!
Wenn ich weiß, Gott liebt mich und schaut mich wertschätzend an, dann können andere Menschen an mir rauf und runter schauen, mich taxieren und in ihre Schubladen der (Vor-) Urteile einsortieren. Was soll´s? Was ist das gegen den liebenden Blick Gottes und sein stärkendes Wort?
Das Einzige, was mich dann noch provozieren kann sind Worte Jesu. Wenn mich seine Worte nicht mehr provozieren, dann gehe ich Ihnen nicht mehr nach und entdecke auch nicht, dass Gott auch die nicht aus dem Blick verliert, die eine neue Chance brauchen.
Und wie oft brauche auch ich selber diese neue Chance!
Wir brauchen keine perfekten Menschen zu sein, aber wir müssen mit ihm rechnen, uns ihm anvertrauen, auf ihn schauen, uns von ihm herausfordern lassen, dann gehören wir zu seinem Volk und er führt uns zur Heiligkeit.